23 | 10 | 2019

Was ist ein Balkonkraftwerk? 

Ein Balkonkraftwerk ist eine Solaranlage, die am Balkon von Wohnung oder Haus montiert wird. Diese können aber auch auf einen Carport, Garage oder ein Schuppendach installiert werden.
Das kleinste Balkonkraftwerk besteht aus einem Solarmodul mit integriertem Wechselrichter der über einen Stecker mit dem Hausnetz verbunden wird. Die Leistung wird nicht ins öffentliche Stromnetz eingespeist, sondern direkt im Hausnetz des Kunden verbraucht. Auf diese Weise kann der Kunde seinen selbst erzeugten Strom selbst nutzen.

Die Balkonkraftwerke bestehen aus kompakten Solarmodulen, die nicht genehmigt werden müssen, günstig in der Anschaffung sind und sich äußerst einfach installieren lassen. Sie eignen sich auch für kleine Wohneinheiten und lassen sich nicht nur am Balkongitter, sondern auch an der Hausfassade, auf der Terrasse, im Garten oder auf der Garage anbringen. Somit können nicht nur Hausbesitzer sondern auch Mieter und Gartenbesitzer zu Stromproduzenten werden. 

Wie wird das Balkonkraftwerk angeschlossen? 

Die Solarmodule des Balkonkraftwerks werden untereinander mit berührungssicheren Wieland-Steckern verbunden. Lediglich ein Modul wird anschließend direkt per Stecker in die nächstliegende Steckdose gesteckt. Nach einigen Sekunden beginnt die Stromproduktion. 

Kann man diese Anlagen selbst anschließen? 

Grundsätzlich ja. Wichtig ist aber die entsprechende Beratung zuvor, damit die Anlage passend zum erwarteten Stromverbrauch im jeweiligen Haushalt ausgelegt wird. Ist dies der Fall, können die Module problemlos selbst am Balkon montiert oder beispielsweise auf einer Garage aufgeständert aufgestellt werden. Anschließend ist lediglich noch die Anzeige der Inbetriebnahme beim Energieversorger zu erledigen – und schon kann Strom selbst produziert werden. Immer wenn Strom von den Kraftwerken eingespeist wird, dreht der Ferraris-Zähler oder jeder andere Stromzähler langsamer. In Extremsituationen kann es sogar zum Stillstand des Zählers führen. 

Ist es wirklich so einfach: Stecker in die Steckdose und schon fließt Strom? 

Ja, einfach Solarmodul mit Wechselrichter kaufen und aufbauen, dann Stecker in die Dose und nach wenigen Sekunden fließt Strom. Der erzeugte Strom nimmt den Weg des geringsten Widerstands und wird somit im Hausnetz beim nächstliegenden Verbraucher verbraucht. Zumeist sind dies Standby-Verbraucher wie Handy-Ladegeräte, Router, Radiowecker, Fernseher oder viele andere technische Geräte, die zwischen 3 und 20 Watt verbrauchen. 

Wie sieht ein typisches Balkonkraftwerk aus?

Ein typisches Balkonkraftwerk besteht aus ein oder zwei Solarmodulen, die per Wieland-Stecker miteinander verbunden werden. Jedes Solarmodul hat eine Leistung von ca. 300 Wh.

Wie viel kostet ein Balkonkraftwerk? 

Die Kosten hängen von der Leistung der Solarmodule und deren Ausstattung ab. Hierzu entnehmen Sie die Preise in unserem Shop.

Wo kann ich ein Balkonkraftwerk kaufen?

Diese können Sie direkt über den Shop bestellen.

Welches Prinzip wird mit dem Balkonkraftwerk verfolgt?  

Die Balkonkraftwerke dienen dem Eigenverbrauch solar erzeugter Energie. Sinn und Zweck der intelligenten Systeme, die Solarmodul und Wechselrichter kombinieren, ist es, Standby-Verbräuche am Tag abzudecken. Wir bieten mit den Balkonkraftwerken jedem die Möglichkeit, von günstigem Solarstrom zu profitieren. 

Welche Argumente sprechen für das Balkonkraftwerk und gegen EEG? 

Für das Balkonkraftwerk sprechen die in den vergangenen Jahren stark steigenden Strompreise für Endverbraucher. Aktuell kostet eine Kilowattstunde Strom etwa 30 Eurocent. Als Einspeisevergütung auf Grundlage des EEG werden nur noch wenige Cent für eine Kilowattstunde gut geschrieben, Tendenz sinkend. Im Gegensatz dazu werden mit jeder Kilowattstunde, die das Balkonkraftwerk aus kostenfreiem Sonnenlicht produziert, 30 Eurocent gespart, Tendenz steigend.

Wie kann ich nachvollziehen, dass mein selbst erzeugter Strom zuerst verbraucht wird? 

Strom nimmt immer den Weg des kleinsten Widerstands. Der Weg von den Solarmodulen des Balkonkraftwerkes im Hausnetz zu einem Verbraucher, ist kürzer als der Weg zu den öffentlichen Stromversorgern. Deshalb bleibt der Strom vom Balkon im Hausnetz des Kunden. Außerdem bieten wir allen Kunden den Wechsel des Meßstellenbetreibers an. Dadurch wird nicht nur Geld gespart, es kann gleichchzeitig auch die Einsparwirkung der Module per App oder PC kontrolliert werden und lästige Großverbraucher ermittelt werden. 

Liefert das Balkonkraftwerk bei Stromausfall weiterhin Strom? 

Alle Wechselrichter seit 1995 sind mit einer selbstwirkenden Freischaltstelle ausgerüstet (ENS). Diese Funktion verhindert, dass bei einem abschalten des Stromnetzes (z.B. bei Stromausfall, nach auslösen des Sicherungsautomaten) der Wechselrichter weiter Strom liefert. Der integrierte Wechselrichter des Balkonkraftwerkes benötigt eine Netzfrequenz von 50 Hertz, die vom Stromnetz geliefert wird. Ohne Vorliegen dieser Netzfrequenz produziert das Balkonkraftwerk keinen Strom, da der Wechselrichter selbst die Netzfrequenz nicht erzeugen kann.

Welche Leistung kann ein Solarmodul erzeugen? 

Solarmodule die sich auf dem Markt befinden liefern eine Leistung von 245 - 310 Watt. Damit lassen sich rund 150 - 180 Kilowattstunden pro Jahr erzeugen. 

Wie viel Strom produziert ein Solarmodul pro Jahr? 

Ein Solarmodul mit 300 Wp erzeugt zwischen 180 und 260 Kilowattstunden pro Jahr, je nach Ausrichtung und Temperatur.

Wie viele Kilowattstunden Strom verbraucht ein Durchschnittshaushalt? 

Der Stromverbrauch der Haushalte variiert sehr stark. Der durchschnittliche Stromverbrauch einer Wohnung liegt bei rund 2.000 bis 2.500 Kilowattstunden. Für ein Wohnhaus werden rund 2.500 bis 4.500 Kilowattstunden veranschlagt. Die Grundlast einer normalen Wohnung liegt ungefähr zwischen 40 und 600 Watt. Diese Grundlast lässt sich realistisch mit dem Solarmodul abdecken. 

Wie viel Prozent der Stromrechnung können eingespart werden? 

Die Höhe der Stromrechnung hängt davon ab, wie viele Kilowattstunden Strom ein Haushalt verbraucht. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 2.000 bis 2.500 Kilowattstunden pro Jahr, lassen sich maximal 30 Prozent Eigenstromverbrauch abdecken. Steht mehr Platz für die Solarmodule zur Verfügung, lässt sich der Prozentsatz erhöhen. Generell gilt aber: Der Strompreis in Deutschland liegt mittlerweile bei fast 30 Eurocent. Jede selbst erzeugte Kilowattstunde spart somit bares Geld. Zwei Module erzeugen pro Jahr etwa 500 Kilowattstunden. Die Ersparnis liegt folglich auf jeden Fall bei 160 Euro. Tendenziell lässt sich aufgrund der steigenden Strompreise in Zukunft sogar noch mehr Geld sparen. 

Welche Geräte können wie lange mit dem Strom aus dem Balkonkraftwerk betrieben werden? 

Es geht vorwiegend darum, Standby-Verbräuche abzufedern. Als kleine Richtschnur, hier ein paar Beispiele über typische Standby-Verbräuche in deutschen Haushalten: 

- Radiowecker 4 Watt 
- Hifi-Anlage: 15 Watt 
- PC: 15 Watt 
- Telefonanlage: 5 Watt 
- Zahnbürste: 3 Watt 
- Handyladegerät: 5 Watt 
- DVD-Recorder: 8 Watt 
- Router: 7 Watt 

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